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Caritasverband für das Dekanat Ahlen e.V.
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Wie alles begann  

Wie alles begann

Lange liegt sie zurück, die Gründung des Caritasverbandes für das Dekanat Ahlen e.V.
Aus bescheidenen Anfängen hat sich inzwischen ein vielseitiger Verband entwickelt, der Angebote für Menschen in den verschiedensten Lebenslagen und Notsituationen vorhält. Dabei stand nicht die Einrichtung einer Verwaltung am Anfang, sondern die konkrete Arbeit für die Menschen in der Stadt.

Am 1. April 1969 begann Hans Becker (Dipl.-Sozialpädagoge), zunächst noch als Angestellter des "Pfarrdechanten", mit der Beratung suchtkranker Menschen. Pfarrdechant Paul Röschenbeck fertigte den ersten Anstellungsvertrag. Die Dienststelle befand sich im Gebäude Am Kirchplatz 10.
Im gleichen Gebäude befanden sich die Büros vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und vom Sozialdienst katholischer Männer (SKM). Hans Becker und die Mitarbeiter vom SKM und SkF hatten zusammen eine Sekretärin, welche die Büroarbeiten unterstützte. Dabei arbeitete er sehr eng mit einem Kollegen aus Beckum zusammen, der bis zu diesem Zeitpunkt die Suchtberatung von Beckum aus für Ahlen mit übernommen hatte.

1969: Die Gründung

Am 28. November 1969 fand die Gründungsversammlung des Caritasverbandes für das Dekanat Ahlen statt. Alexander Schulz, welcher bis zu diesem Zeitpunkt aktiv im SKM tätig gewesen war, wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Als Vorstandsvorsitzender blieb er dem Verband bis zu seinem Tod Anfang 1999 treu. Dem Aufbau und der stetigen Weiterentwicklung des Verbandes stand nun nach der offiziellen Gründung nichts mehr im Weg. Schritt für Schritt wurde das vorhandene Angebot ausgebaut und erweitert.

1971 kam die Erziehungsberatungsstelle hinzu. Die MitarbeiterInnen waren bis zu diesem Zeitpunkt als Außenstelle des Caritasverbandes Warendorf in der Südstraße tätig. Da das Angebot der Beratungsstelle sehr schnell wuchs, wurden 1971 weitere Räumlichkeiten an der Südenmauer angemietet. Zunächst noch in zwei Gebäuden untergebracht, konnten die Mitarbeiter 1982 in die oberen Etagen der Südstraße einziehen.

1972 entstand aus einer Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände der Dienst "Essen auf Rädern", unter der Geschäftsführung des Caritasverbandes.

1976 kam das Haus der Begegnung hinzu. Schon zu diesem Zeitpunkt liefen die Planungen und der Bau der Kindertagesstätte auf Hochtouren, welche im Jahre 1977 als erste Kindertagesstätte in Ahlen mit einer Ganztagsbetreuung für 70 Kinder im Alter von 4 Monaten bis zu 15 Jahren ihren Betrieb aufnahm und so das Angebot für Familien ergänzte.

1979 kam die Sozialstation (ambulante Alten- Kranken- und Familienpflege) hinzu. Die pflegende und betreuende Arbeit in den Familien wurde bis zu diesem Zeitpunkt von Gemeindeschwestern ausgeführt, welche auf Ebene der Kirchengemeinden ihren Dienst versahen. Zum Ende des Jahres 1979 arbeiteten 30 hauptamtliche MitarbeiterInnen beim Caritasverband für das Dekanat Ahlen.

Mit der Gründung der sozialpädagogischen Familienhilfe - heute Flexible Erziehungshilfen - erweiterte der Caritasverband im Jahre 1980 das Angebot für die Hilfe in Familien. Als Ergänzung zu den beratenden Diensten ergab sich nun die Möglichkeit, verstärkt in und mit den Familien zu arbeiten.

Bis zum Jahre 1985 arbeiteten die MitarbeiterInnen der Sozialstation von Ahlen aus für einen recht großen Einzugsbereich. Immer steigende Bedarfszahlen machten eine Teilung des Bezirks notwendig. So entstand 1985 die Sozialstation Drensteinfurt / Sendenhorst.

Erweiterung des Angebots

Im Jahre 1986 entwickelte sich aus der ehrenamtlichen Gemeindearbeit heraus das Projekt Treffpunkt-Ost, eine Beratungs- und Begegnungsstätte im Sozialen Brennpunkt. Die Arbeit wurde 1988 um die Betreuung von Frauen und Kindern erweitert. In den Folgejahren kamen die Arbeitsprojekte Holz und Speiche, die Fahrradwerkstatt, der Mobile Hausmeisterservice, der Mobile Wäschedienst und Folgeprojekte hinzu. Der so entstandene "Fachdienst Existenzsichernde Hilfen" war später auch maßgeblich an der Initiierung des Projektes "Warenkorb" beteiligt.

Unter dem Motto "Not sehen und handeln" wurde im September 1998 an der Rottmannstraße 139 in Ahlen ein kleines Lebensmittelgeschäft eingerichtet. Der "Warenkorb" bietet SozialhilfeempfängerInnen einen günstigen Einkauf an Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs, welche von Lebensmittelgeschäften im Umkreis gespendet werden. Der Verkauf erfolgt zweimal wöchentlich und wird von Ehrenamtlichen organisiert. Die hauptamtliche Begleitung erfolgt über eine Mitarbeiterin des Fachdienstes Existenzsichernde Hilfen.
Der Caritasverband unterstützte ebenfalls die von Ehrenamtlichen mitgetragenen Projekte das "Café Ohne", das "Centrum Italiano" und den "Begegnungstag" zur Integration bzw. zur Förderung der aktiven Teilnahme am Gemeinschaftsleben.

1999 erfolgte der Umbau der ehemaligen Obdachlosenunterkünfte in Ahlen, zu Mietwohnungen für Wohnungsnotfälle, einem Projekt, an dem der Fachdienst Existenzsichernde Hilfen (Treffpunkt Ost) mit seiner Arbeit vor Ort maßgeblich beteiligt war.

Der örtliche Wechsel der Sozialstation Drensteinfurt nach Sendenhorst und die Namensgebung "Caritas Sozialstation St. Elisabeth" erfolgte im Frühjahr 1999 auf Grundlage der Kooperation mit der St. Elisabeth-Stift gGmbH in Sendenhorst.

Unterstützung in allen Lebenslagen

Aufgrund der Erweiterung der Zielgruppe (Aussiedler) wirkte unsere Sucht- und Drogenberatung maßgeblich bei dem 2000 gegründeten "Runden Tisch: AussiedlerInnen in Ahlen" mit.

Im Herbst 2003 wurde die Fachstelle gegen sexuellen Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung eingerichtet. Die Fachstelle ist Anlaufstelle für alle im Kreis Warendorf, die zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, Hilfe und Unterstützung suchen.

Mit dem geänderten Zuwanderungsgesetz 2005 erfolgte die Erweiterung der Zielgruppe des Fachdienstes "Aussiedlerberatung", die nunmehr unter dem neuen Namen "Fachdienst für Integration und Migration" für alle Menschen mit Migrationshintergrund erste Anlaufstelle ist.

Für ältere und / oder einkommensschwache Personen bietet der 2005 gegründete ehrenamtliche Handwerkerdienst kleinere Reparaturen oder das Anbringen von Hilfsmitteln an.

Unsere Kindertagesstätte Roncalli-Haus entwickelte sich weiter und wurde 2007 zum Familienzentrum mit zusätzlichen Angeboten wie z.B. "Servicestelle Kindertagespflege".

Im Jahr 2007 konnte die quadro Sucht- und Drogenberatung mit der kreisweiten Einführung der "Ambulanten medizinischen Rehabilitation Sucht" eine wichtige Lücke in der Versorgung von Suchtkranken schließen, da das entsprechende Konzept von den Rentenversicherungsträgern anerkannt worden war. Seit diesem Zeitpunkt können Menschen mit einer Suchterkrankung in Ahlen, Beckum und Warendorf eine ambulante Suchttherapie in Anspruch nehmen.
Mit dem "Ambulant Betreuten Wohnen für Suchtkranke" konnte 2008 die Versorgung von Suchtkranken um einen weiteren wichtigen Baustein ergänzt werden.

Im gleichen Jahr (2008) stand für den Caritasverband für das Dekanat Ahlen e.V. ein wichtiges Ereignis an, so zogen die Beratungsstellen von der Südstraße, die Geschäftsstelle vom Nonnengarten und die CaritasSozialBeratung von der Rottmannstraße 139 gemeinsam in die neu erworbenen Räumlichkeiten an der Rottmannstraße 27 in Ahlen.

Vielfältig menschlich

Entsprechend seiner Zielsetzung hält der Caritasverband für das Dekanat Ahlen e.V. Mietraum für Wohnungsnotfälle vor. Hierfür stehen seit 2006 bzw. 2010 zwei von der Stadt Ahlen erworbene Gebäude in Ahlen zur Verfügung. Im Rahmen dieser Wohnform werden Personen, die vorher von Obdachlosigkeit betroffen oder bedroht waren, langfristig sozialarbeiterisch betreut.

Die Arbeit des Caritasverbandes für das Dekanat Ahlen e.V. ist geprägt durch stetige Anpassungen und Veränderungen, wobei der Mensch im Mittelpunkt des Handelns steht.

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